Übernahme des Smart-Home Spezialisten Nest durch Google

Der Hardware-Hersteller und Smart-Home Spezialist Nest, der auf Funkprodukte.de bereits wegen seiner intuitiven Thermostate bekannt ist, verkündete nun seine Übernahme durch den US-Internetkonzern Google. 

Bereits vor einigen Wochen stellten wir die intelligenten Heizungsthermostate und Rauchmelder des Smart-Home Spezialisten Nest auf Funkprodukte.de vor.

nest - the learning thermostat

Nun macht der Hardware-Hersteller „Nest“ mit neuen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Am 13. Januar 2014 verkündete das Unternehmen auf seinem Blog die Übernahme durch den US-Internet-Konzern „Google“. Das Team von Funkprodukte.de ist der Sache nachgegangen und hat für Dich hinterfragt, was den Hardware-Hersteller Nest mit dem Magnaten Google verbindet und welche Konsequenzen das für den einzelnen Verbraucher mit sich bringt.

Die Initiatoren von Nest haben das realisiert, was den wenigsten Gründern gelingt. Innerhalb von drei Jahren scheffelten sie mit ihrer Idee Milliarden. Mit der Arbeit an den Heizungsthermostaten und den Rauchmeldern beabsichtigten die Gründer einen wesentlichen Teil zu einem energiesparsamen, kostengünstigeren und intelligenten Smart-Home beizutragen. Mit Erfolg. Seit 2010 stieg der Verkauf von Smart-Home Produkten, die intuitiv über Mobile Apps auf dem Smartphone oder Tablet-PC zu steuern sind. Zudem bestehen mittlerweile verschiedene Kooperationen mit einigen der größten Energiekonzerne der USA. Das Unternehmen wächst und die Nest-Crew umfasst derweil bereits circa 25.000 Mitarbeiter.

funk rauchmelder - nest protect
Funk Rauchmelder – Nest Protect

Als wäre diese Erfolgssträhne nicht genug, heißt es nun auf dem firmeneigenen Blog: „Welcome home“ für Google. Für 3,2 Milliarden US-Dollar kauft der Internetmagnat Nest Lab auf und steigt damit in das neue Geschäftsfeld der vernetzten Haustechnik ein. Das Team von Tony Fadell, CEO Nest, erhofft sich damit einen Schnellstart am Markt und mit Hilfe der Ressourcen von Google zum führenden Ansprechpartner für den Bereich Smart-Home mit App-Steuerung zu werden. Trotz der Übernahme von Google wird Fadell weiterhin die Leitung von „Nest Lab“ übernehmen und für das Unternehmen eine eigenständige Markenidentität aufbauen.

Der Internetgigant Google hingegen hatte es schon vor dem Launch von Nest auf den Spezialisten für Smart-Home-Technologie abgesehen. So heißt es auf der Webseite von Nest Lab, dass Fadell schon seit einiger Zeit mit dem Weltkonzern geschäftlich in Kontakt stand. Das große Interesse Googles an dem Smart-Home Spezialisten widmet sich möglicherweise dem Chef Tony Fadell, der als einer der Erfinder des iPod Musikplayer auf sich aufmerksam machte.

Dieser könnte in Anbetracht der Tatsache, dass sich Google in Sachen Design hinter Apple einordnen muss, zukünftig interessant sein.  Andererseits gelingt es Google mit der Übernahme von „Nest Lab“ an die Daten aus einer Vielzahl von Haushalten zu gelangen. Ein Ziel, welches Google schon seit einige Jahren fokussiert.

Den Absichten von Nest Lab und Google, mit ihrem Projekt eine kostengünstigere, energiesparsamere Gebäudetechnik und größere Sicherheit zu fördern, mischt sich somit ein fader Beigeschmack unter.

Die Smart-Home-Technologie von Nest erfasst einer Bandbreite verschiedener Daten eines Haushaltes, die von Temperaturen und Luftfeuchtigkeit über Helligkeit bis zur Wahrnehmung von Aktivitäten reichen. CEO Fadell beschrieb in der New York Times, „Every time I turn on the TV, that’s information that someone is home. When the refrigerator door opens, that’s another sensor, more information.“

Nichtsdestotrotz versichert Fadell, werden die Daten auch zukünftig ausschließlich zu Optimierung der eigenen Smart-Home-Produkte und Dienstleistungen genutzt.

Die kleinen Thermostate sind eine wirklich clevere Erfindung, die den Alltag tatsächlich erleichtern und zugleich energiesparsam sind. Doch man sollte ernsthaft abwägen, wie man hier mit der Freigabe seiner persönlichen Daten umgehen möchte. Wie stehst Du zu der Debatte rund um „The Google Nest Venture“?

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